Ein Gipsbein für Roli

Pech für Roli: bei einem happigen Fehltritt im Strassengraben (voller Einsatz) holt er sich einen Riss der Achillessehne und einen Knöchelbruch (Malleolarfraktur). Unser Teamarzt Andrea bringt ihn unmittelbar nach der Fahrt ins Spital, wo die Verarztung professionell, aber auch sehr gewerkschaftlich organisiert ist. Er bekommt einen Gips für das ganze Bein, aber keine Krücken. Solche gibt es nur in einer Apotheke, wohin er mit einem Krankenwagen gebracht wird! Wir leiden mit Roli und sind beeindruckt, dass er auch mit Gips weiter mit uns mitkämpfen will (Zitat von Marcel Schuler: „geile Siech“). Gute Besserung, Roli!

image

 

 

 

 

 

Die Resultate vom Morgen waren ganz gut: stark in den 3D-Aufgaben und wenige Punkte trotz akzeptabler Ablagen auf den Bodenkreuzen. Wir haben damit wieder einen Rang gut gemacht und sind mit etwas über 6’000 Punkten auf Platz 21. Der führende Franzose hat rund 10’600 Punkten.

Fahrt 4: 4-fach

Ein neuer wunderschöner Tag bringt wieder traumhafte Stimmungen mit leichten Dunstschleiern entlang der Wasserläufe. Die Winde sind prognosegemäss recht schnell und ziemlich gut steuerbar. Die 4 Aufgaben sind: Fly-In, Fly-On, Judge Declared Goal und Land Run in Order. Wir messen an drei Orten und entscheiden uns für einen Startplatz relativ weit westlich. Im Nachhinein erweist sich dies als ok, heute Morgen ist der Startplatz aber nicht gleich entscheidend wie auch schon.

Die Resultate werden wohl ähnlich sein wie gestern Morgen, wir sind sehr gut gefahren, die anderen aber sicher auch.

Resultate Fahrt 3

Die provisorischen Ergebnisse der 3. Fahrt sind da: Rang 10 und 773 Punkte im PDG und Rang 21 (355 Punkte) im FIN. Nach 9 Wertungen führt Dominic Bareford (UK) mit 7310 Punkten vor 2 Franzosen. Wir haben drei Plätze gut gemacht und sind jetzt mit 3901 Punkten auf Rang 23. Wir kämpfen weiter!

Dienstag Abend: Starke Winde

Zwei Aufgaben sind heute Abend gestellt: ein Fly-In und ein Pilot Declared Goal in beliebiger Reihenfolge. Das Briefing wurde von 17:30 auf 18:00 verschoben, um sicher zu sein, dass ein Recall Procedure auch wirklich funktionieren würde. Der Meteomann erwartet, dass die Winde, die aktuell mit rund 20 Knoten gemessen sind, erst gegen Sonnenuntergang abnehmen werden. Beim Start ist es dann noch arg ruppig mit Spitzen bis 25 km/h. Zügig geht es Richtung Fly-In, wo wir mindestens die MMA treffen. Erst die (mehreren) nach uns gestarteten Ballone kommen dann besser hinein. Das Pilot Declared Goal braucht etwas Geduld und kommt mit ca. 70m ganz gut heraus. Die Landung ist reissbahnmässig, weil aber die ganze Crew auf dem Feld ist, gibt es doch fast eine Landung an Ort. Wir kleben dann noch ein kleines Risslein von heute Morgen und machen uns dann in der tollen Abenddämmerung auf den relativ langen Heimweg.

Resultate Fahrt 2

Gut gefahren, aber halt eben nicht Spitze. Das Ergebnis der Morgenfahrt ist eher ernüchternd: mit Ablagen zwischen 40 und 50 m fast am Ende des Rankings, mit 7m noch 21. und auf ein Maximum Distance von 14km mit 13m weniger als der Beste noch 16. Nur das Pilot Declared Goal war resultatmässig befriedigend. So stehen wir in einem extrem starken Feld nach 7 Tasks nur auf dem 26. Platz. Wir geben jetzt erst recht alles, die Aufholjagd ist lanciert

Dienstag morgen: 5-fach Fahrt

Die Resultate von gestern Abend sind soso, lala. 660 Punkte im 1. Task, 290 Punkte im zweiten. So stehen wir nach der ersten Fahrt im Zwischenklassement auf Rang 19: room for improvement.

Heute früh stellt Zoltan 5 Aufgaben: Fly-In, Judge Declared Goal, Hesitation Waltz mit 2 Zielen, Maximum Distance und ein Pilot Declared Goal. Ein wunderschöner Morgen beginnt mit vereinzelten leichten Bodennebeln und einem praktisch wolkenlosen Himmel. Wir üben etwas mit den Bodenwinden, den nach dem gestrigen Windmesschaos der Wettkampfleitung trauen wir nur unseren eigenen Messungen, die allerdings 90 Grad von den erwarteten Richtungen abweichen. Schliesslich entscheiden wir uns zügig, mutig und richtig für einen Startplatz, haben schnell aufgestellt und bald beginnt die luftige Reise.

imageBei allen Kreuzen sind wir in der Marker Measuring Area. Was daraus wird, werden wir am Mittag sehen. Das Niveau ist extrem hoch, die Markerdichte rund um die Ziel ist enorm (wie bei den „Grossen“). Das anschliessende Maximum Distance gelingt fast optimal und das Pilot Declared Goal sollte einigermassen o.k. sein.
Natürlich sind noch ein paar Fehler zu korrigieren, aber insgesamt sind wir mit dieser Morgenfahrt bei touristisch und ballontechnisch idealen Bedingungen sehr zufrieden.

Opening Ceremony und 1. Wettkampffahrt

Um 14:30 kommen wir pünktlich bei der Opening Ceremony an. Allerdings scheinen dies nicht alle Teams mitgeteilt bekommen zu haben. Für 15:00 wäre das General Briefing geplant gewesen, um 15:15 startet allerdings erst die Eröffnungsfeier. Jede Eröffnungsfeier ist die Schlimmste (abgesehen die von der letzen Schweizermeisterschaft natürlich), aber diese ist die aller aller Allerschlimmsteste. Nachdem verschiedene Bürgermeister die Wichtigkeit dieser Veranstaltung betonten, halten zwei Executives der Stromfirma einen Vortrag darüber, dass man nicht in Powerlines fahren sollte. Für die meisten Ballonfahrer eher nichts Neues. Zusammengefasst werden kann die Veranstaltung am besten durch die Bemerkung vom Wettkampfdirektor Zoltan; „I’m sorry for this Opening Ceremony“.
image

 

Das Generalbriefing wird dann so kurz wie möglich gehalten, denn Zoltan muss noch das Tasksheet für die Abendfahrt machen, wofür er nur noch 1h Zeit hat. Trotzdem gibt es viele Fragen zu klären, zum Beispiel wie das funktionieren soll, wenn 33 Ballone beim Flugplatz mehr oder weniger gleichzeitig eine Startfreigabe erhalten wollen.

Beim ersten Taskbriefing geht es gleich richtig los. Uns werden zwei Aufgaben gestellt, ein Donut (3D Task, eine möglichst grosse Strecke in einer Donut-Form) und ein Hesitation Waltz (mehrere Ziele zur Auswahl). Das Ganze von ebendiesem Startplatz auf dem Flugplatz. Zum Glück getraut sich einer der Piloten zu fragen, wann wir denn die Logger erhalten. Nun, das ging bei allen der unzähligen Check-Ins vergessen, die Logger werden aber noch gefunden.
Angekommen auf dem Flugplatz ist der Wind sehr stark. Die vorgegebene Richtung zum Auslegen der Ballone ist exakt 90 Grad zur Windrichtung. Wir werden zu einem Zusatzbriefing gerufen, an welchem wir Daten eines Windreads (leider hat das lokale OK vergessen, einen Windreader zu organisieren) und neue Informationen zum Auslegen der Ballone erhalten. Dies dauert nur 30min. Der Windread ist sehr interessant: Wind auf 100m 50km/h. Der Wind ist zwar stark, aber so extrem dann doch nicht. Deshalb machen wir unseren eigenen Windread, welcher sinnvollere Daten anzeigt. Traue nie einem Windread, den du nicht selbst gemacht hast!
Wir lassen uns während der Startperiode Zeit mit dem Aufstellen und starten mit den letzten Ballonen. In der Zwischenzeit hat sich der Wind etwas beruhigt, nach dem Start haben wir ca. 15km/h. Der Donut scheint ziemlich gut geworden zu sein, obwohl das im Verhältnis zu den anderen Ballonen schwierig einzuschätzen ist. Der Hesitation Waltz läuft nicht so gut. Die Geschwindigkeit ist zu hoch, um so viel korrigieren zu können, wie es eigentlich nötig gewesen wäre. Einige Teams haben ihren Donut besser im Verhältnis zu den möglichen Zielen gesetzt und kommen gut übers Zielkreuz. Dieses Resultat wird nicht so toll sein. Wie wir bei den Trainingsfahrten schon gemerkt haben, beruhigt sich der Wind erst auf den allerletzten Metern über Boden. Die Landung gelingt aber gut und die Autos können direkt an das Feld heranfahren, was hier überhaupt nicht selbstverständlich ist.
Jetzt müssen wir uns aber wieder hinlegen, um fit für die Fahrt morgen früh zu sein.

3. Trainingsfahrt

Beim Aufstehen ist der Himmel noch bedeckt, auf der Fahrt zum Startplatz verziehen sich die Wolken bereits und beim Start herrscht dann schönstes Wetter. Wir fahren ein Fly-In auf das Hippodrome (15.20 m), einen Hesitation Waltz (mit rund 150m etwas verblasen) und ein Fly-On (17m). Bei rund 20 km/h ist die Richtung eher schwer steuerbar.

Gastanken: die gute Botschaft in Anbetracht der französischen Organisationskünste: es hat Gas. Die weniger gute: jede einzelne  Flasche muss ausgebaut und 50m weit getragen werden. Die Piloten bringen danach noch den 2. Teil des 3. Check-In hinter sich und dann montieren wir die Startnummern: wir sind bereit.