Monywa (4.1. – 6.1.2015)

Nach einer rund zweistündigen Fahrt erreichen wir unser Hotel in Monywa kurz nach dem Mittag und geniessen danach die Ruhe unseres Hotels, das zwar gleich neben der Hauptstrasse liegt, auf dessen Areal aber viele grosse Bäume stehen. Die Ruhe ist wohltuend, genauso wie der kühlende Schatten des Blätterdachs. Die Lastwagen mit den Ballonen treffen gerade rechtzeitig für die Abendfahrt ein, für die wir aus einem Fussballstadion 200m gegenüber unseres Hotels starten. Die Winde führen leicht schräg zum Chindwin-River hinüber, den 5 Ballone mit etwas Kampf um die Winde mehr oder weniger problemlos überqueren. Ich finde etwas hinter dem Hauptharst diese Schichten nicht mehr und so fahren wir auf ca. 1000m über Grund etwas landeinwärts. Die Landung erfolgt dann bei leicht böigem Wind auf dem Sandstrand kurz vor dem Fluss.

Am Montag-Morgen starten wir rund 10 Minuten vor dem Sonnenaufgang. Zunächst fahren wir knapp über den Hausdächern Richtung Zentrum der kleinen Stadt und überqueren genau die grosse Moe Kaung Pagode gleich neben dem Markt. Etwa 200m höher dreht der Wind in die andere Richtung, sodass wir nach etwas einer halben Stunde wieder genau über den Startplatz ziehen. Wir inspizieren auch das dahinterliegende Gefängnis und sind froh, dass wir im Hotel wohnen können. Auf unterschiedlichen Höhen turnen wir dann weiter Richtung Nordosten, wo die 6 Ballone in einem Umkreis von 2 Kilometern alle gut landen.

Über Mittag unternehmen wir eine recht weite, rumplige Fahrt zu einem grossen Komplex von Buddha-Grotten westlich des Chindwin. Unterwegs passieren wir auch die grossen Kupferminen, die in der letzten Zeit zu lokalen Protesten geführt haben. Das chinesische Unternehmen, das die Minen betreibt, konnte bei der Landenteignung offensichtlich ziemlich ruchlos vorgehen.
Die Abendfahrt führt uns in ähnliche Richtungen wie am Vortag, allerdings ist es schnell klar, dass die Fahrt nicht auf die andere Flussseite führen wird. Vor allem die Bummelfahrt über den klaren See nördlich des Startplatzes mit rund 1 km/h ist ein Highlight dieses Abends. Die Endlandung schaffen alle Ballone innerhalb von 100m auf dem Golfplatz, wo sich die ernsthaft trainierenden Spieler (wohl fast ausschliesslich Armee-Offiziere) keine Minute stören lassen. Wir amüsieren uns insbesondere über einen Golfer, der sich die Bälle für seine Abschläge von einer vor ihm knieenden jungen Frau hinlegen lässt.

Am Dienstag Morgen verzichten wir infolge relativ schneller Winde und einer ungünstigen Richtung auf die Fahrt und machen uns nach einem gemütlichen Marktabstecher um 1100 Uhr auf den Weg nach Sagaing/Mandalay.

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