Impressionen aus der Wettkampfpause

Da wir nicht ewig schlafen können, bummeln wir ein paar Schritte durch Marijampole (Betonung auf dem zweiten a), um etwas mehr zu sehen als nur Ballone und Strassen. Es fällt auf, wie sauber die Strassen und Plätze der kleinen Stadt sind. Pärke und Plätze sind grosszügig angelegt. Sie wurden in vielen Fällen vermutlich vor nicht langer Zeit frisch renoviert. Daneben gibt es mitten in der Stadt auch noch viele ältere Holzhäuser in diversen Farben. Neben recht grossen Einkaufszentren gibt es auch noch einige traditionelle Märkte in speziellen Hallen resp. am Strassenrand.

Eine kleine Übersetzungshilfe: Naktinis heisst natürlich nicht, was einige Leser wohl denken, sondern ganz einfach „Nacht“. Über allfällige Zusammenhänge kann nur spekuliert werden …

Die Leute sind zumeist extrem freundlich, allerdings ist die Kommunikation mit den meisten nicht möglich, da nur Vereinzelte ein paar Brocken Englisch sprechen. Das Verhältnis zu den Bauern ist recht entspannt, bislang hat uns keiner die Erlaubnis verweigert, auf seinem Land zu starten. Phänomenal war der Bauer am gestrigen Morgen. Auf der Suche nach einem Startplatz standen wir bei einer Kreuzung in seiner Nähe. Er rief uns zu, wir sollten auf das Land hinter seinem Haus kommen, da hätte es Platz für ganz viele Ballone. Seine Kuh würde er natürlich für uns auch noch wegbringen. Und dabei stand das Gras sicher schon 10-15cm hoch. Man stelle sich das mal in der Schweiz vor! An einem anderen Ort erzählte uns ein alter Mann wohl seine ganze Lebensgeschichte unter Einsatz seiner Hände und aller Gesichtsmuskeln. Nur schade, dass wir kein Wort verstanden haben.

Und zum Schluss noch dies: Litauen ist seit 12 Jahren Mitglied der NATO und vermutlich in diesem Zusammenhang befindet sich eine Delegation der Deutschen Bundeswehr im Ort. Aber nicht etwa in der Kaserne, wie man vielleicht vermuten würde, sondern in unserem Hotel. Wenn wir um 09:00 nach der Ballonfahrt zum Frühstück kommen, sitzen die uniformierten Kämpfer noch gemütlich bei Tisch, am Nachmittag kommen sie ohne ersichtliche Spuren von Überarbeitung gegen 16:00 ins Hotel zurück. Ob das die deutschen Steuerzahler so wollen?

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