Archiv der Kategorie: WM 2016 Saga

Do 3.11. PM: windige Abendfahrt

Der Wind ist heute Abend nicht schwächer als am Vortag, der Zuschaueraufmarsch ist aber aufgrund eines Feiertags nochmals grösser als gestern. Das erhöht natürlich den Druck auf die Veranstalter, dem Publikum mit einem Start etwas zu bieten. Von den zunächst zwei angesetzten PDG-Aufgaben wird vor dem Start eine gestrichen. Bei böigen Winden kommt um 15:45 die grüne Flagge, aber noch hat niemand grosse Lust, in die Luft zu gehen. Aufgrund der schwierig einzuschätzenden Windsituation brauchen wir auch noch etwas Zeit, um unsere beiden Zielvarianten zu deklarieren. Dann legen wir los und sehen links und rechts einige gelinde gesagt interessante Bilder. Einer der Ballonpiloten realisiert beim Start nicht, dass er einen False Lift hat. Er kollidiert in der Folge mit der Zuschauerrampe und rasiert den oberen Begrenzungszaun weg. Zum Glück ist das Ganze wohl ohne Personenschaden ausgegangen. Unsere Piloten bringt den Ballon sauber und kontrolliert in die Luft. Die Fahrt dauert nur gerade 20 Minuten und endet mit einer vernünftigen Landung in einem abgeernteten Reisfeld.

Der Abend ist für uns einträglich: wir haben eine Ablage von 26.38m, was den 15. Aufgabenrang und 932 Punkte einbringt. Damit machen wir in der Gesamtrangliste wieder etwas Boden gut und liegen nach den bisher gefahrenen 14 Aufgaben auf dem befriedigenden 37. Rang.

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Der Schaden hält sich in Grenzen

Die Resultate von heute Morgen sind publiziert:

Task 10: 224m, 640 Punkte
Task 12: 210m, 663 Punkte
Task 13: 1370m, 205 Punkte
Task 14: 164.38m, 657 Punkte

Die Zwischenrangliste:
1. Rhett Heartsill (USA), 10880 Punkte
2. Stefan Zeberli, 10278 Punkte
10. Roman Hugi, 9279 Punkte
32. Marc Blaser, 8054 Punkte
40. David Hochreutener, 7596 Punkte
42. Rene Erni, 7483 Punkte
48. Nicole Vogel, 7176 Punkte

Nach dem schlechten Gefühl über die Morgenfahrt sind wir damit gut zufrieden, es hätte viel schlimmer kommen können!

3.11. AM: Japanisches Windroulette

Heute früh stehen 4 Aufgaben auf dem Task-Sheet: PDG, FIN, HWZ und ein FON. Die Winde scheinen ähnlich zu sein wie am Vortag, auch wenn wir bereits aus den offiziellen und unseren eigenen Windmessungen sehen, dass das einzig Konstante der Wechsel ist. Wir entscheiden uns für einen Startplatz, der wie unser PDG auf etwa 195° zum FIN liegt. Allerdings stellen auch auf dem Startfeld fest, dass die Winde mal von vorn und mal von hinten kommen.

So geht es auch in der Luft weiter, mal links, mal rechts und alles ohne erkennbare Logik. Und irgendwann kommt dann auch noch das Meer näher … So hangeln wir uns mit Resultaten durch den Morgen, die nicht viel Gescheites erwarten lassen. Die beste Ablage (FON) beträgt etwa 160m. Was daraus wird, werden wir sehen. Wir waren ja nicht die Einzigen, die mit den variablen Winden zu kämpfen hatten.image

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Resultate nach 9 Tasks

Endlich sind die Resultate der heutigen Morgenfahrt offiziell.

Insgesamt sind wir damit sehr zufrieden, hat uns doch diese Fahrt einen deutlichen Ranglistensprung nach oben machen lassen.

  • Task 5 (PDG, 25 Teams innerhalb 10m): 188m, 343 Punkte, Rang 70
  • Task 6 (FIN, 5 Teams innerhalb 10m): 198.37m, 637 Punkte, Rang 46
  • Task 7 (JDG, beste Ablage 2066m!): 3659m, 528 Punkte, Rang 46
  • Task 8 (FON, 34 Teams innerhalb 10m): 8.30m, 857 Punkte, Rang 31
  • Task 9 (FON, 32 Teams innerhalb 10m): 2.18m, 965 Punkte, Rang 19)

In der Zwischenrangliste führt Uwe Schneider (GER) mit 8081 Punkten. Die Zwischenränge der Schweizer Teams:

5. Stefan Zeberli, 7263 Pte.
23. Roman Hugi, 5989 Pte.
38. David Hochreutener, 5349 Pte.
40. Marc Blaser, 5273 Pte.
44. Nicole Vogel, 5011 Pte.
52. René Reni, 4845 Pte.

Alle Resultate

Mi, 2.11. PM: zu viel Wind!

Leider muss die heutige Abendfahrt abgesagt. Mehrere tausend Zuschauer hätten einen Start bei schönstem Sonnenschein verdient gehabt. Die Winde waren allerdings viel zu stark, zu böig und die Windrichtung hätte uns nach wenigen Minuten über die Stadt (PZ) und danach direkt zur CTR des Flugplatzes Saga geführt. Eine nette Reissbahnlandung wäre vorprogrammiert gewesen.

Unsere Pilotin gibt vor dem Briefing dem japanischen Fernsehen noch ein Interview und auch danach ist für Action gesorgt. Bis wir auf den Startplatz fahren können, werden wir noch eine gute Stunde  im Briefing-Center zurück gehalten: Bombenalaram auf dem Startgelände (der sich allerdings dann als Fehlalarm entpuppt hat).

Mi, 2.11. AM: PDG, FIN, JDG, FON, FON

Wir fahren wieder Ballon! Nach dem Briefing kämpfen wir um einen guten Startplatz, was in Anbetracht der Felderstruktur keine einfache Sache ist. Nach zweimaligem Windmessen finden wir eine vernünftige Wiese, die den Begriff „uncultivated field“ verdient und in die man sogar hinein fahren kann. Die ersten beiden Ziele gehen eher daneben, jedenfalls sehen wir das Zielkreuz nicht von nahem. Das gilt auch für Ziel 3 (Judge Declared Goal), dort dürfte es aber nicht so schlimm sein, weil offenbar kein einziger Marker durch das Target Team eingemessen werden konnte. Die beiden Fly On kommen dafür mit 8.20m und 2.20m gut heraus.

Der Kampf fand nicht nur in der Luft, sondern auch am Boden statt, denn auf den engen Strassen herrschte in der Nähe von jedem Ziel ein veritables Chaos, das den Verkehr völlig zum Erlahmen brachte. Deswegen und weil in bestimmten Schichten die Winde doch ziemlich schnell sind, können wir von 5 Markern unterwegs nur einen einmessen. Die 4 anderen müssen wir auf dem Rückweg noch einsammeln und messen. Was der Morgen resultatmässig bringt, lässt sich bei diesem grossen Feld überhaupt nicht abschätzen. Wir warten gespannt auf die Auswertung.

 

Dienstag, 1.11.: Abendfahrt abgesagt

Die Winde sind noch immer zu stark: keine Abendfahrt. Wir werden den Nachmittag für einen Besuch in einem Onsen, einem japanischen Hot Spa nutzen und sind gespannt auf dieses Erlebnis.

Am Mittag essen wir in einem Nudel-Restaurant in der Nähe des Bahnhofs. Die Bestellung macht man an einem Automaten beim Eingang, das ausgeworfene Ticket gibt man an der Theke ab, wo der Koch das Menue frisch zubereitet. Ein für unsere Augen lustiges System. Geschmeckt hat es übrigens hervorragend.

Dienstag, 1.11.: Morgenfahrt abgesagt

Bei der Abfahrt vom Hotel um 05:00 sind die Bodenwinde noch ruhig, die Windprognosen sagen aber bereits ab 07:00 böige Winde um 15 Knoten voraus. Die vorgesehene Fahrt mit einem Judge Declared Goal wird deshalb bereits beim Briefing gecancelt. Wir hoffen auf den Abend und gehen davon aus, dass ab morgen für den Rest der Woche gute Bedingungen herrschen sollten.

Die Resultate der ersten Fahrt sind seit gestern Abend offiziell. Wie befürchtet, waren unsere Werte nicht berauschend:

  • Task 1: innerhalb von 10m sind 26 Teams. Wir erreichen mit 37.85m 448 Punkte, Rang 59
  • Task 2: 29 Teams innerhalb von 10m. Für uns: 41.42m, 305 Punkte, Rang 74
  • Task 3: innerhalb von 10m sind 18 Teams. Unser Resultat (Zeitmangel): 53.40m, 400 Punkte, Rang 64
  • Task 4: 36 Teams innerhalb von 10m. Wir liegen bei 16.97m mit 540 Punkten, Rang 47

In der Zwischenrangliste liegt Ueda (JPN) mit 3942 Punkten vor Schneider (GER) und Fujita (JPN). Die Zwischenränge der Schweizer Teams:

10. Stefan Zeberli, 3001 Pte.
14. Marc Blaser, 2875 Pte.
28. David Hochreutener, 2548 Pte.
54. René Reni, 2048 Pte.
63. Roman Hugi, 1960 Pte.
83. Nicole Vogel, 1693 Pte.

Insgesamt nicht berauschend, aber wir lassen uns nicht ins Bockshorn jagen. Es kommen neue Fahrten und wir lernen mit jedem Tag dazu.

Montag, 31.10.16: Fahrt 1

Jetzt gilt es ernst: das merkt man nur schon an der um 45′ früheren Briefingzeit und den zusätzlichen Zeitreserven, die wir für den Fall der Fälle in die Planung einrechnen. Zu nachtschlafener Stunde erwartet uns eine Fahrt mit 4 Aufgaben: 3 Judge Declared Goals und ein Fly On. Die Windsituation lässt eine interessante Fahrt erwarten: die ersten beiden Ziele liegen nämlich im Südwesten des Startplatzes, während das 3. Ziel wieder in nordöstlicher Richtung liegt. Die Aufgaben müssen in der vorgegebenen Reihenfolge absolviert werden. Die materialmässigen Vorbereitungen sind jetzt abgeschlossen: insbesondere ist der Stotter-Venti ausgetauscht und die Funkgeräte sind aufgeladen.

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Die Aufgaben gelingen an sich nicht schlecht, aber auf diesem Niveau reichen ein kleiner Schubser im Pulk (Ziel 1) oder ein paar Minuten zuwenig Zeit (Ziel 3), um eine Top-Platzierung zu verpassen. Letztlich wurde die Fahrt noch zu einem kleinen Nervenspiel für die beiden Piloten. Bei der Landung hatten sie noch rund 5l Gas! Die Resultate sind aktuell noch nicht alle publiziert, sie können jederzeit auf der Resultatseite nachgeschaut werden. Was wir schon provisorisch wissen: Task 1 30.61m / 495 Pt und Task 2 41.42m / 305 Punkte.

Und zum Schluss noch der Link zu 2 kurzen Videos auf Youtube: Rundsicht von oben und Fahrt im Pulk.