Der Schaden hält sich in Grenzen

Die Resultate von heute Morgen sind publiziert:

Task 10: 224m, 640 Punkte
Task 12: 210m, 663 Punkte
Task 13: 1370m, 205 Punkte
Task 14: 164.38m, 657 Punkte

Die Zwischenrangliste:
1. Rhett Heartsill (USA), 10880 Punkte
2. Stefan Zeberli, 10278 Punkte
10. Roman Hugi, 9279 Punkte
32. Marc Blaser, 8054 Punkte
40. David Hochreutener, 7596 Punkte
42. Rene Erni, 7483 Punkte
48. Nicole Vogel, 7176 Punkte

Nach dem schlechten Gefühl über die Morgenfahrt sind wir damit gut zufrieden, es hätte viel schlimmer kommen können!

3.11. AM: Japanisches Windroulette

Heute früh stehen 4 Aufgaben auf dem Task-Sheet: PDG, FIN, HWZ und ein FON. Die Winde scheinen ähnlich zu sein wie am Vortag, auch wenn wir bereits aus den offiziellen und unseren eigenen Windmessungen sehen, dass das einzig Konstante der Wechsel ist. Wir entscheiden uns für einen Startplatz, der wie unser PDG auf etwa 195° zum FIN liegt. Allerdings stellen auch auf dem Startfeld fest, dass die Winde mal von vorn und mal von hinten kommen.

So geht es auch in der Luft weiter, mal links, mal rechts und alles ohne erkennbare Logik. Und irgendwann kommt dann auch noch das Meer näher … So hangeln wir uns mit Resultaten durch den Morgen, die nicht viel Gescheites erwarten lassen. Die beste Ablage (FON) beträgt etwa 160m. Was daraus wird, werden wir sehen. Wir waren ja nicht die Einzigen, die mit den variablen Winden zu kämpfen hatten.image

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Resultate nach 9 Tasks

Endlich sind die Resultate der heutigen Morgenfahrt offiziell.

Insgesamt sind wir damit sehr zufrieden, hat uns doch diese Fahrt einen deutlichen Ranglistensprung nach oben machen lassen.

  • Task 5 (PDG, 25 Teams innerhalb 10m): 188m, 343 Punkte, Rang 70
  • Task 6 (FIN, 5 Teams innerhalb 10m): 198.37m, 637 Punkte, Rang 46
  • Task 7 (JDG, beste Ablage 2066m!): 3659m, 528 Punkte, Rang 46
  • Task 8 (FON, 34 Teams innerhalb 10m): 8.30m, 857 Punkte, Rang 31
  • Task 9 (FON, 32 Teams innerhalb 10m): 2.18m, 965 Punkte, Rang 19)

In der Zwischenrangliste führt Uwe Schneider (GER) mit 8081 Punkten. Die Zwischenränge der Schweizer Teams:

5. Stefan Zeberli, 7263 Pte.
23. Roman Hugi, 5989 Pte.
38. David Hochreutener, 5349 Pte.
40. Marc Blaser, 5273 Pte.
44. Nicole Vogel, 5011 Pte.
52. René Reni, 4845 Pte.

Alle Resultate

Mi, 2.11. PM: zu viel Wind!

Leider muss die heutige Abendfahrt abgesagt. Mehrere tausend Zuschauer hätten einen Start bei schönstem Sonnenschein verdient gehabt. Die Winde waren allerdings viel zu stark, zu böig und die Windrichtung hätte uns nach wenigen Minuten über die Stadt (PZ) und danach direkt zur CTR des Flugplatzes Saga geführt. Eine nette Reissbahnlandung wäre vorprogrammiert gewesen.

Unsere Pilotin gibt vor dem Briefing dem japanischen Fernsehen noch ein Interview und auch danach ist für Action gesorgt. Bis wir auf den Startplatz fahren können, werden wir noch eine gute Stunde  im Briefing-Center zurück gehalten: Bombenalaram auf dem Startgelände (der sich allerdings dann als Fehlalarm entpuppt hat).

Mi, 2.11. AM: PDG, FIN, JDG, FON, FON

Wir fahren wieder Ballon! Nach dem Briefing kämpfen wir um einen guten Startplatz, was in Anbetracht der Felderstruktur keine einfache Sache ist. Nach zweimaligem Windmessen finden wir eine vernünftige Wiese, die den Begriff „uncultivated field“ verdient und in die man sogar hinein fahren kann. Die ersten beiden Ziele gehen eher daneben, jedenfalls sehen wir das Zielkreuz nicht von nahem. Das gilt auch für Ziel 3 (Judge Declared Goal), dort dürfte es aber nicht so schlimm sein, weil offenbar kein einziger Marker durch das Target Team eingemessen werden konnte. Die beiden Fly On kommen dafür mit 8.20m und 2.20m gut heraus.

Der Kampf fand nicht nur in der Luft, sondern auch am Boden statt, denn auf den engen Strassen herrschte in der Nähe von jedem Ziel ein veritables Chaos, das den Verkehr völlig zum Erlahmen brachte. Deswegen und weil in bestimmten Schichten die Winde doch ziemlich schnell sind, können wir von 5 Markern unterwegs nur einen einmessen. Die 4 anderen müssen wir auf dem Rückweg noch einsammeln und messen. Was der Morgen resultatmässig bringt, lässt sich bei diesem grossen Feld überhaupt nicht abschätzen. Wir warten gespannt auf die Auswertung.

 

Dienstag, 1.11.: Abendfahrt abgesagt

Die Winde sind noch immer zu stark: keine Abendfahrt. Wir werden den Nachmittag für einen Besuch in einem Onsen, einem japanischen Hot Spa nutzen und sind gespannt auf dieses Erlebnis.

Am Mittag essen wir in einem Nudel-Restaurant in der Nähe des Bahnhofs. Die Bestellung macht man an einem Automaten beim Eingang, das ausgeworfene Ticket gibt man an der Theke ab, wo der Koch das Menue frisch zubereitet. Ein für unsere Augen lustiges System. Geschmeckt hat es übrigens hervorragend.

Dienstag, 1.11.: Morgenfahrt abgesagt

Bei der Abfahrt vom Hotel um 05:00 sind die Bodenwinde noch ruhig, die Windprognosen sagen aber bereits ab 07:00 böige Winde um 15 Knoten voraus. Die vorgesehene Fahrt mit einem Judge Declared Goal wird deshalb bereits beim Briefing gecancelt. Wir hoffen auf den Abend und gehen davon aus, dass ab morgen für den Rest der Woche gute Bedingungen herrschen sollten.

Die Resultate der ersten Fahrt sind seit gestern Abend offiziell. Wie befürchtet, waren unsere Werte nicht berauschend:

  • Task 1: innerhalb von 10m sind 26 Teams. Wir erreichen mit 37.85m 448 Punkte, Rang 59
  • Task 2: 29 Teams innerhalb von 10m. Für uns: 41.42m, 305 Punkte, Rang 74
  • Task 3: innerhalb von 10m sind 18 Teams. Unser Resultat (Zeitmangel): 53.40m, 400 Punkte, Rang 64
  • Task 4: 36 Teams innerhalb von 10m. Wir liegen bei 16.97m mit 540 Punkten, Rang 47

In der Zwischenrangliste liegt Ueda (JPN) mit 3942 Punkten vor Schneider (GER) und Fujita (JPN). Die Zwischenränge der Schweizer Teams:

10. Stefan Zeberli, 3001 Pte.
14. Marc Blaser, 2875 Pte.
28. David Hochreutener, 2548 Pte.
54. René Reni, 2048 Pte.
63. Roman Hugi, 1960 Pte.
83. Nicole Vogel, 1693 Pte.

Insgesamt nicht berauschend, aber wir lassen uns nicht ins Bockshorn jagen. Es kommen neue Fahrten und wir lernen mit jedem Tag dazu.

Montag, 31.10.16: Abendfahrt abgesagt

Nicht ganz überraschend kommt die erwartete Störung am Nachmittag rein. Bereits beim Briefing um 14:00 fallen die ersten Regentropfen, sodass die Abendfahrt abgesagt wird. Das gibt uns Zeit, das gut gestaltete Ballonmuseum anzuschauen und am Abend einen gemütlichen Sushi-Abend mit den anderen Schweizer Teams zu verbringen.

Montag, 31.10.16: Fahrt 1

Jetzt gilt es ernst: das merkt man nur schon an der um 45′ früheren Briefingzeit und den zusätzlichen Zeitreserven, die wir für den Fall der Fälle in die Planung einrechnen. Zu nachtschlafener Stunde erwartet uns eine Fahrt mit 4 Aufgaben: 3 Judge Declared Goals und ein Fly On. Die Windsituation lässt eine interessante Fahrt erwarten: die ersten beiden Ziele liegen nämlich im Südwesten des Startplatzes, während das 3. Ziel wieder in nordöstlicher Richtung liegt. Die Aufgaben müssen in der vorgegebenen Reihenfolge absolviert werden. Die materialmässigen Vorbereitungen sind jetzt abgeschlossen: insbesondere ist der Stotter-Venti ausgetauscht und die Funkgeräte sind aufgeladen.

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Die Aufgaben gelingen an sich nicht schlecht, aber auf diesem Niveau reichen ein kleiner Schubser im Pulk (Ziel 1) oder ein paar Minuten zuwenig Zeit (Ziel 3), um eine Top-Platzierung zu verpassen. Letztlich wurde die Fahrt noch zu einem kleinen Nervenspiel für die beiden Piloten. Bei der Landung hatten sie noch rund 5l Gas! Die Resultate sind aktuell noch nicht alle publiziert, sie können jederzeit auf der Resultatseite nachgeschaut werden. Was wir schon provisorisch wissen: Task 1 30.61m / 495 Pt und Task 2 41.42m / 305 Punkte.

Und zum Schluss noch der Link zu 2 kurzen Videos auf Youtube: Rundsicht von oben und Fahrt im Pulk.

Trainingsfahrt 2

Die Japaner hier in Saga sind offensichtlich völlig ballonverrückt. Noch hat die Meisterschaft noch gar nicht begonnen und trotzdem warten am Sonntag Morgen um 06:15 Uhr bereits viele hundert Zuschauer auf dem Flussdeich am Rand des Launch Fields auf das Aufrüsten der Ballone. Vor einer derartigen Kulisse haben wir noch nie trainiert.

Die Winde in der Grundschicht sind deutlich ruhiger als gestern Morgen. Deshalb sind heute auch 4 Trainingsaufgaben gestellt, die recht gut fahrbar sind. Die in den untersten hundert Meter laufend drehenden Winde verleiten auch uns dazu, auf einem der Ziele mehrfach zu korrigieren. Der Effekt ist einerseits eine akzeptable Ablage, andrerseits aber auch ein recht grosser Zeitaufwand, sodass am 4. Ziel dann prompt die Zeit ausgeht.

Die Verhältnisse hier sind wirklich speziell. Viele der Strässchen sind extrem schmal und bieten wegen den kleinen Höhenabsätzen in die angrenzenden Reisfelder keine Ausstellmöglichkeiten. Freileitungen jeder Grösse hat es im Überfluss und dort, wo es ausnahmsweise mal keine Leitung hat, sind die Reisfelder entweder noch nicht abgeerntet oder zwischen feucht-matschig und überflutet. Und aus der Luft sind die Kreuzungen der schachbrettartig angelegten Strassen schwierig zu erkennen: im flachen Gelände sehen sie alle ziemlich gleich aus.

Mit Ausnahme erheblicher Probleme mit mehreren Funkgeräten und einem der Tablets sind wir ganz zufrieden mit diesem Morgen und freuen uns auf eine angesichts der guten Wetterprognosen sicherlich intensive Woche.