Sonntag Morgen: Auftakt mit 5 Tasks

DIe Meisterschaft beginnt mit 5 Aufgaben: Start ab individuellem Startort auf ein FIN, 2 HWZ (mit einer Auswahl von 5 Zielen, von denen je Aufgabe eines angefahren werden muss), ein PDG (mindestens 30’ vorher zu deklarieren) und ein LRN von max. 30’. Wir starten früh, was grundsätzlich positiv ist. Die Winde werden im Laufe des Morgens immer schwächer und so werden die Zielanfahrten mehr und mehr zum Geduldspiel. Längeres Korrigieren kostet wertvolle Zeit und zuletzt geht uns trotz frühem Start doch noch fast die Zeit (und das Gas) aus.

Wir meistern die ersten Ziele anständig, aber im Vergleich zur hochkarätigen Konkurrenz eben doch bescheiden:

T1 – FIN: 14.66m GM/C (410 Pte.), 65.85m N/S (133 Pte.)

T2 – HWZ: 8.65m N/S (486 PTE.), 25.10 GM/C (190 Pte.)

T3 – HWZ: 25.56m für Nicole/Sam (675 Pte.), Gian-Marco/Corinne ausserhalb MMA

Das PDG und der LRN sind so kurz nach der Fahrt natürlich noch nicht ausgewertet. Alle Resultate können jederzeit auf dem Electronic Notice Board nachgeschaut werden.

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Let the games begin

Am Mittwoch Abend sind wir aus Polen und der Schweiz im österreichischen Waldviertel eingetroffen. In der Zwischenzeit haben wir im Rahmen der Schweizer Nationalmannschaft drei Trainingsfahrten mit anschliessenden Vergnügungshüpfern absolviert. Auch wenn die Winde heute früh verrückt gespielt haben, sind wir der Meinung, dass wir gut für die WM vorbereitet sind.

Das General Briefing von heute Samstag ist vorüber und gegen Abend findet auf dem Launch Field die Eröffnungszeremonie statt. Red Bull zeigt eine beeindruckende Flugshow mit Veteranenfliegern, einem Akro-Helikopter und 2 Segelflugzeugen. Die unumgänglichen Politikerreden dauern wie üblich viel zu lang, einzig der Bürgermeister von Gross-Siegharts bringt mit seiner munteren Grussadresse etwas Farbe in den Reigen. Insgesamt ist es ein gelungener Start in den Wettkampf und wir freuen uns alle darauf, dass es morgen losgeht mit einer höchstwahrscheinlich kräftezehrenden Wettkampfwoche. Hopp Schwiiz!

Fazit Frauen-WM Polen

Gestern Abend ist die 3. Frauen-WM mit einer stimmungsvollen, würdigen Schlussfeier zu Ende gegangen. In Anbetracht des Wochenverlaufs sind wir mit dem erreichten 9. Platz und dem 3. FAI-Diplom in Folge zufrieden. Wir hatten zwar insgeheim höhere Ambitionen, nach der verkorksten ersten Morgenfahrt und der Streichung von 5 Fahrten hintereinander ist die Steigerung vom 26. auf den 9. Rang jedoch eine respektable Leistung. Wir haben vieles gut gemacht, aber natürlich sehen wir auch noch Verbesserungspotenzial. Wir müssen unsere individuellen Startplätze noch sorgfältiger auswählen und ausserdem die Startzeit taktisch besser abwägen. Die Zusammenarbeit mit Elisabeth Kindermann und ihrem Team hat sich auch dieses Jahr für beide Teams wieder gelohnt, es wäre ungleich schwieriger, einen derartigen Wettkampf auf sich allein gestellt zu bestreiten.

Die Organisatoren haben eine hervorragende Meisterschaft auf die Beine gestellt, der Meteorologe Brad war super (und für das Wetter selbst ist er ja nicht verantwortlich) und der Championship Director Eugenius hat ausgewogene Aufgaben gestellt. Die Landschaft ist zwar praktisch total flach aber trotzdem abwechslungsreich. Schöne Wälder mit ebenso vielen Rehen wie Pilzsuchern, idyllische Seen, ein paar windungsreiche Bachgräben und endlose Felder mit vielen Start- und Landemöglichkeiten wechseln sich ab. Auch die riesigen Himbeerfelder haben uns ausgesprochen gut gefallen.

Wir sind jetzt unterwegs nach Österreich an die Weltmeisterschaften und freuen uns auf ein paar lockere Tage in Krakau und Brünn, bevor wir ab Donnerstag wieder mit den Trainingsfahrten in der neuen Teamkonstellation beginnen.

Letzter Morgen: Nebel

Das alte Lied in neuer Form: Naleczow liegt an diesem Samstag Morgen zwischen zwei Regenzonen, für die Zeit einer möglichen Fahrt wäre es also trocken. Da sich aber mit der im Laufe der Nacht entstandenen Bodeninversion auch Nebel gebildet hat, ist auch heute früh nicht an eine Fahrt zu denken. In einem zweiten Briefing um 06:00 wird deshalb auch die fünfte Fahrt in Folge gestrichen.

Abendfahrt vom Donnerstag gestrichen

Zu viel Wind, keine Fahrt! Wie befürchtet ist auch die heutige Abendfahrt gecancelt. Aus Sicherheitsgründen sicher ein vernünftiger Entscheid. Das heisst für uns: Apéro, früher als gewohntes Nachtessen und ab ins Bett mit (geringen) Hoffnungen für morgen früh.

In der Rangliste hat sich trotz einigen Strafpunkten für 5-6 Temas wegen Luftraumverletzungen gestern Abend nichts mehr verändert.  Wir sind weiterhin auf Rang 9. Und noch etwas für die Boulevard-Ecke: ein Complaint einer deutschen Teilnehmerin gegen eine Landsfrau (unglaublich, aber war oder: die spinnen, die Römer!) wegen eines Rencontres auf dem CLA wurde abgelehnt.

Banana Split vor dem Nachtessen

Die Korrektur der falschen RTA-Auswertung vom Morgen hat uns nochmals ca. 300 Punkte dazu gegeben, sodass wir bestens motiviert in die Abendfahrt einsteigen.

Für den ersten Start auf dem allgemeinen Startfeld gibt es einen XDD und ein HWZ mit zwei Zielen. Das Maximum Distance Double Drop (XDD) ist so definiert, dass im Schnittvolumen von 2 Zylindern eine möglichst grosse Distanz zwischen Eintritts- und Austrittspunkt zu erzielen ist. Der Start aus dem CLA ist anspruchsvoll, denn dieser ist umsäumt von grossen Bäumen, die das Feld praktisch windstill halten. Oberhalb der Bäume nimmt der Wind fast schlagartig auf mindestens 20 km/h zu, sodass ein ziemliches Risiko für einen False Lift besteht. Wir warten, bis etwa die Hälfte des Feldes gestartet ist, und gehen dann auch in die Luft. Der Banana Split dürfte ziemlich optimal gelungen sein, für das HWZ steigen unsere Girls bananenmässig nach unten, verpassen aber trotzdem die MMA um etwa 300m.

Die Bodencrew kämpft sich todesmutig über sehr staubige Staubstrassen, zu Fuss durch Brennnesselplantagen und umkurvt den Landeplatz der Mädels in einer halbstündigen Grossübung, bis wir nach einer holprigen Fahrt über das europaweit grösste Stoppelfeld unseren Ballon erreichen.

Resultate vom Mittwoch Morgen

Die provisorischen Resultate der heutigen Morgenfahrt sind publiziert. Wir sind zufrieden mit der an diesem Morgen erreichten Punktzahl und dem daraus resultierenden Ranglistensprung nach oben auf den 11. Platz. Die Differenz nach vorne ist allerdings ziemlich gross. Im Nationenranking ist die Schweiz nicht vertreten, offensichtlich werden nur Länder mit mehr als einem Team aufgeführt.

Gut gelaufen sind 3 der 4 Bodenziele, nur beim HWZ waren unsere 31.57m etwas zu wenig gut. Das Resultat des RTA verstehen wir noch nicht wirklich, denn eigentlich müsste unser Resultat im Bereich von wenigen Sekunden liegen.

Fun and Competition