Banana Split vor dem Nachtessen

Die Korrektur der falschen RTA-Auswertung vom Morgen hat uns nochmals ca. 300 Punkte dazu gegeben, sodass wir bestens motiviert in die Abendfahrt einsteigen.

Für den ersten Start auf dem allgemeinen Startfeld gibt es einen XDD und ein HWZ mit zwei Zielen. Das Maximum Distance Double Drop (XDD) ist so definiert, dass im Schnittvolumen von 2 Zylindern eine möglichst grosse Distanz zwischen Eintritts- und Austrittspunkt zu erzielen ist. Der Start aus dem CLA ist anspruchsvoll, denn dieser ist umsäumt von grossen Bäumen, die das Feld praktisch windstill halten. Oberhalb der Bäume nimmt der Wind fast schlagartig auf mindestens 20 km/h zu, sodass ein ziemliches Risiko für einen False Lift besteht. Wir warten, bis etwa die Hälfte des Feldes gestartet ist, und gehen dann auch in die Luft. Der Banana Split dürfte ziemlich optimal gelungen sein, für das HWZ steigen unsere Girls bananenmässig nach unten, verpassen aber trotzdem die MMA um etwa 300m.

Die Bodencrew kämpft sich todesmutig über sehr staubige Staubstrassen, zu Fuss durch Brennnesselplantagen und umkurvt den Landeplatz der Mädels in einer halbstündigen Grossübung, bis wir nach einer holprigen Fahrt über das europaweit grösste Stoppelfeld unseren Ballon erreichen.

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Resultate vom Mittwoch Morgen

Die provisorischen Resultate der heutigen Morgenfahrt sind publiziert. Wir sind zufrieden mit der an diesem Morgen erreichten Punktzahl und dem daraus resultierenden Ranglistensprung nach oben auf den 11. Platz. Die Differenz nach vorne ist allerdings ziemlich gross. Im Nationenranking ist die Schweiz nicht vertreten, offensichtlich werden nur Länder mit mehr als einem Team aufgeführt.

Gut gelaufen sind 3 der 4 Bodenziele, nur beim HWZ waren unsere 31.57m etwas zu wenig gut. Das Resultat des RTA verstehen wir noch nicht wirklich, denn eigentlich müsste unser Resultat im Bereich von wenigen Sekunden liegen.

Rechnen im Morgengrauen

Die Fahrt von gestern Abend hat mit 364 und 705 Punkten die erwarteten durchmischten Resultate ergeben. Wir sind sicher, dass wir keine wesentlichen Fehler gemacht haben und die Ergebnisse ziemlich zufällig entstanden sind. In der Gesamtrangliste hat uns das nicht viel gebracht, neu sind wir auf dem 25. Platz.

Heute früh müssen wir uns nicht mehr über fehlende Geschwindigkeiten beklagen. Zunächst fahren wir einen CRT, bei dem die MMA nur jeweils während 15‘ offen ist (in dieser Zeit aber nicht geloggert werden kann). Bei rund 25 km/h Wind ist die Berechnung der Startzeit ziemlich tricky. Wir schaffen das aber recht gut, treffen dann zwar die MMA nicht ganz, sind dafür aber so knapp am Ende des Zeitfensters, dass wir noch einigermassen vernünftig loggern können. Das anschliessende HWZ ist mit rund 31m nicht schlecht, für die erste Ranglistenhälfte reicht es trotzdem nicht ganz. Dann folgt ein PDG, das wir bereits vor dem Start zu deklarieren hatten: ca. 30m. Das anschliessende JDG gelingt mit 1.92m super. Zum Abschluss ist noch eine RTA-Aufgabe gestellt, bei der die erwartete Zeit zur Durchquerung von 2 Koordinatenlinien im Abstand von 2km zu deklarieren ist. Unser Resultat dürfte mit rund 5“ Abweichung ziemlich gut sind.

Dienstag Abend: Ultimative Flaute

Meteo-Info am Briefing: das einzig Konstante ist die Inkonstanz, bis Sunset sind kaum vernünftige und einigermassen konstante Winde zu erwarten. Die beiden Aufgaben für heute sind ein Maximum Distance und ein FON. Obwohl uns unsere Windsonde an sich gute Windinformationen liefert, ist die Fahrt ein reines Roulette. Die Winde sind bis weit hinauf rein thermisch und jedes Team jammert nach der Fahrt über die Verhältnisse. Mindestens können unsere Girls eine tolle Aussicht geniessen, ob auch resultatmässig etwas herausgeschaut hat, werden wir ja sehen.

Resultate Morgenfahrt

Wir haben etwa die erwartete Ausbeute: FIN, erstes JDG und HWZ sind alle sehr schwach (121, 121 und 91 Punkte), das zweite JDG sehr gut (886 Punkte) und der Donut o.k. (594 Punkte). So liegen wir nach den ersten 5 Wertungen auf dem 26. Platz. Wir haken diese Fahrt mit ein paar wertvollen Erkenntnissen ab und konzentrieren uns auf die nächsten Aufgaben. Es gibt viel Potenzial nach vorne!

1. Morgenfahrt: Fehlstart

Bei recht kühlen Temperaturen und klarem Nachthimmel gehen wir zum ersten Briefing. Es erwarten uns 5 Aufgaben mit 4 Markern: FIN, JDG, HWZ mit 3 nahe beieinander liegenden Zielen, JDG und 3DT ( Donut). Die Prognose des Westermanns sagt Winde voraus, die nach Sonnenaufgang in Bodennähe schwächer werden und deren Rechtstendenz in der Höhe verschwindet. Aus diesem Grund entscheiden wir uns für einen frühen Start relativ nahe an der Distanzgrenze zum FIN-Ziel. Wir starten als erste, was sich im Nachhinein wohl als Fehler herausstellt. Wir finden den vorher gemessenen Wind aufs Ziel nicht mehr und fahren rund 150m daran vorbei. Ausserdem sind die Geschwindigkeiten noch höher als erwartet und so reicht es auch für die kurz nachher folgenden JDG und HWZ nicht (je 400 – 500m). Erst beim zweiten JDG kommen wir befriedigend Richtung Kreuz und markern bei etwa 6m. Leider geht auch der abschliessende Donut in die Hosen. Die Bodenwinddrehung nach links kommt zwar, wir steigen aber einiges zu spät ab, sodass wir die Kurve nach links erst knapp ausserhalb des Wertungsrings schaffen.

Das war nicht der erhoffte Start, wir lassen uns aber nicht ins Bockshorn jagen. 5 Wertungen sind noch nicht das Ende der Meisterschaft.

Start zur Frauen-WM

Mit dem heutigen General Briefing und der Eröffnungszeremonie sind die Frauen-Weltmeisterschaften 2018 gestartet. Wir sind Freitag/Samstag die lange Strecke von der Schweiz nach Polen gefahren. Bei ziemlich zügigen Winden haben wir gestern und heute je eine Trainingsfahrt gemacht, das Material ist vorbereitet und die organisatorischen Themen sind geregelt. So sind wir gut gerüstet und freuen uns auf die erste Wettfahrt morgen früh.

Offizielle Homepage

Aktuelle Informationen und Resultate

Schlussrangliste!

Die Deutsche Meisterschaft schliesst mit einer hoch erfreulichen Rangliste ab:

1. Stefan Zeberli (SUI): 16’484 Punkte
2. Matthew Scaife (AUS): 15’282 Pte
3. Roman Hugi (SUI): 15’143 Pte
4. und Deutscher Meister: Sven Göhler (GER): 14’401 Pte
5. Nicole Vogel/Samuel Juon (SUI): 14’370 Pte
11. Gian-Marco Nacht/Corinne Nacht (SUI): 12’573 Pte.
16. René Erni (SUI): 12’028 Pte

Neben den hervorragenden Resultaten nehmen wir diverse wichtige Lehren mit und vor allem das gute Gefühl, dass wir innerhalb dieser Nationalmannschaft eine Top-Zusammenarbeit haben, von der alle Teams profitieren. Und nicht zuletzt: es hat viel Spass gemacht!

Fünf Tasks zum Wochenstart

Nach der Auswertung der gestrigen Abendfahrt sind wir wider Erwarten guten Mutes: In der provisorischen Zwischenrangliste führt wieder Stefan Zeberli, Roman Hugi ist 3., Nicole/Sam 4., Gian-Marco/Corinne liegen auf Platz 9 und René Erni auf Rang 25.

So starten wir kampfeslustig in den letzten Wettkampftag. 5 Aufgaben gibt es heute Morgen: CRT, HWZ, ELB, FON und XDT. Wir gehören zu den wenigen, die das erste Ziel mit Start von einem Sportplatz von Osten her anfahren. Diese Entscheidung scheint gut zu sein, denn von Westen her kommen nur wenige Piloten auf das Ziel. Gian-Marco/Corinne markern besonders gut und treffen mit dem 2. Marker genau aufs Zielkreuz: 34cm. Dann beginnt der Kampf um brauchbare Winde, auf dem HWZ kommen unsere beiden Teams nur in die Nähe der MMA. Die drei weiteren Aufgaben sind im Moment erst recht nicht einschätzbar, das hängt wie immer von den Wertungen der anderen ab.

So oder so war diese Meisterschaft eine hervorragende Vorbereitung auf die kommenden Weltmeisterschaften. Wir sind gut vorbereitet.

Sonntag Abend: schwachwindige Sturmfahrt

Bei einem Start ab CLA ist neben einer Fuchsjagd ein JDG und ein FON gestellt. Die Prognosen sind so, dass die Winde im Laufe des Abends nach rechts drehen. Da der Fuchs mit Verspätung startet, kommt diese Drehung schon schnell zum Tragen. Das JDG über dem traditionellen Horber Talkreisel ist spätestens dann zu vergessen, als der Wald im Süden des Tals anzuziehen beginnt. Zitat Nicole: „häsch chönä rauchä“. Dann lässt sich der Fuchs alle Zeit mit der Landung. Der Wind stellt wieder ab, die Linksdrift ist definitiv weg und so muss man auch den Fuchs rauchen. Das abschliessende FON gelingt beiden Teams mit 20-30m gut. Pünktlich zur Landung frischt dann der Wind auf, sodass alle froh sind, die keine Reissbahnlandung hinlegen müssen.

Fun and Competition