Archiv der Kategorie: Fahrten in den Alpen

Morgenfahrt ins Engadin

Am Mittwoch ist unsere Suche nach guten Ballonverhältnissen endlich wieder von Erfolg gekrönt. Bei gut steuerbaren Winden überqueren wir die Rheinschlucht, Domleschg/Heinzenberg und das Albulatal. Links unten grüsst die Lenzerheide, rechts sieht man in der Ferne bis ins Monte Rosa-Gebiet. Entlang des Corn da Tinizong und des Piz Ela fahren wir mit gut 40 km/h über die Baustelle des neuen Albulatunnels und nach rund 2 Stunden Fahrzeit stechen wir ins Oberengadin hinunter. Dort landen wir hofrätlich am Ende des Flugplatzes Samedan, kurz darauf sind auch unsere Nachfahrer zur Stelle, die uns sicher wieder nach Flims zurück bringen.

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Zweimal ins Domleschg

Bislang sind die 44. Internationalen Heissluftballonwochen in Flims nicht gerade mit Wetterglück überhäuft. Trotzdem haben wir es geschafft, zwischen diversen Staffeln tiefer Bewölkung und mehreren durchziehenden Regenfronten zwei schöne Morgenfahrten ins Domleschg durchzuführen. Jeweils auf etwas 3500 m.ü.M. finden wir Windschichten, die uns gemütlich mit 15-20 km/h Richtung Thusis führen. Beide Landungen erfolgen bei schwachen Bodenwinden im Talboden im Raum Cazis/Rodels. Am Montagmorgen bekommen wir auf der neben einer grösseren Hanfplantage gelegenen Landewiese Besuch von einer begeisterten Gruppe Erstklässler, die offensichtlich durch die Lehrerin nicht mehr im Schulzimmer zu halten waren.

Ballonwoche Flims 2016

Eine schöne Ballonwoche in Flims liegt hinter uns. Wir haben dieses Jahr wieder mit 2 Ballonen teilgenommen: Nicole und Sam mit dem schwarzen MM-Technics und Walti mit dem blauen Flimser. Insgesamt konnten wir 4 Abend- und 6 Morgenfahrten durchführen und kamen dabei neben Landungen in Flims/ Trin/Laax ins Lugnez, auf den Heinzenberg und nach Davos.

Ein kurzer Videoclip fasst die Erinnerungen zusammen: Youtube-Video

In besonderer Erinnerung bleibt die letzte Fahrt vom Sonntag, 9. Oktober, die uns mit rund 35 km/h nach Davos-Wolfgang brachte. Dort haben wir fast eine Stunde lang um vernünftige Landeplätze gekämpft und mussten schliesslich im Parsenn-Gebiet in ziemlich unwegsamem Gebiet mit einer Landung fernab vernünftiger Wege Vorlieb nehmen. Mit vereinten Kräften und einigen Schweisstropfen haben wir es schliesslich geschafft, Material und Personal wieder sicher auf den Alpweg und danach ins Tal zu bringen.

Von Sagogn nach Rhäzüns

Diesen Freitag Morgen erreicht der Nebel auch die Alpenstadt Chur. So entscheide ich mich für eine Ballonfahrt in den Bergen. In Sagogn starten wir bei ruhigen Winden und steigen konstant in den Himmel hinauf. In den einzelnen Schichten gibt es Winde Richtung Ilanz und Flims. Je höher wir steigen, umso mehr Berge gibt es zu erkennen. Es ist wieder einmal ein traumhafter Tag für eine Ballonfahrt. Wir landen nach gut 2h um 13:00 auf einer kleinen Wiese in Rhäzüns. Viele neugierige Rhäzünser haben uns gesehen und sind innerhalb kurzer Zeit beim Ballon. Klein und gross, alle wollen helfen. So einen Empfang habe ich noch selten erlebt.

 

Mit viel Gerumpel von Flims nach Flums

2015 10 03.1-WTV

Nach einem normalen, ruhigen Aufstieg überqueren wir den Cassonsgrat genügend überhöht mit etwa 45 km/h. Die Sicht ist erneut bombastisch. Oberhalb Weisstannen kommen wir plötzlich in eine Zone von heftigen Turbulenzen, die uns während rund 20 Minuten massiv durchschütteln. Verwehte Brennerflammen ausserhalb der Hüllenöffnung, bananenförmige Hüllen, plötzliche Richtungs-, Geschwindigkeits- und Steigratenänderungen halten uns permanent auf Trab. So können nur die Passagiere die Fahrt geniessen, für sie ist die Situation ziemlich stressfrei.

Obwohl sich die Situation etwas weiter nördlich dann beruhigt, entschliessen wir uns zu einem Abstieg ins Seeztal, wo wir nach knapp zwei Stunden völlig ruhig in Flums landen.

Über alle Berge nach Ebnat-Kappel

2015 10 02.1-WTV

Bei traumhaftem Wetter steigen wir in den Bündner Herbsthimmel auf und kommen über dem Flimserstein planmässig in den Gradientenwind. Dieser bringt uns über den Wissmilen zum Walensee, den wir auf rund 3000m senkrecht überqueren. Über Arvenbühl beginnen wir langsam mit dem Abstieg ins Toggenburg, wo wir nach einem viertelstündigen Kampf mit der Hochspannungsleitung hofrätlich westlich der Thur bei Ebnat-Kappel landen. Und die Eindrücke: Es war schlicht traumhaft.

Nordwärts bis Österreich

2015 10 01.1-WTV

Ein geschlossener Wolkendeckel erwartet uns am Donnerstag Morgen, keine idealen Voraussetzungen für eine Fahrt aus der Surselva heraus. Wir entschliessen uns, eine kurze Fahrt nach Trin hinunter zu machen, währenddem die meisten anderen Teams am Boden bleiben. Im Laufe der gemütlichen Fahrt knapp über den Baumwipfeln lockert sich die Wolkendecke deutlich auf, sodass wir zu unserer eigenen Überraschung ideale Bedingungen finden, um in den Höhenwind Richtung Norden aufzusteigen. Ausser einigen heftigen Turbulenzen über Balzers können wir die Fahrt über den Calanda, Bad Ragaz, Sargans, Triesen und den Schellenberg mit bis zu 50 km/h in vollen Zügen geniessen. Nach knapp 2.5 Stunden landen wir in der einsetzenden Bisenströmung in Bangs an der Grenze Österreich-Liechtenstein; Nicole stehend und Walti mit einer veritablen Reissbahnlandung.

Hammerfahrt nach Sattel, SZ

2015 09 29.1-WTV

Die Windbeurteilung macht uns an diesem Morgen etwas Kummer. Wir bringen dann aber in Erfahrung, dass das Artilleriesschiessen auf der Wichlenalp heute nicht stattfindet und so steht einem Start nichts mehr im Weg.

Wir steigen rasch auf gut 3000m auf, überqueren mit fast 50 km/h die Tschingelhörner und fahren später direkt über’s Vrenelisgärtli. Die Luft ist klar und trocken, die Sicht gigantisch und der Gasverbrauch derart gering, dass wir noch stundenlang in der Luft bleiben könnten. Die Flugsicherung erteilt uns die Freigabe, um das nächste militärische Schiessgebiet (aufgrund der MG-Salven ist dieses sehr aktiv) zu überqueren. Nach rund 2 1/2 Stunden landen wir nordöstlich von Sattel, wo der Bodenwind zwar etwas bockig ist, nach einer derartigen Fahrt nimmt man aber noch vieles in Kauf.

Rund um die Wolken nach Ruschein

2015 09 28.1-WTVBeim Morgenbriefing hängt die Bewölkung noch an einzelnen Orten auf den Bergkämmen auf, die Prognosen sind aber so, dass sich diese Situation bald bereinigt. Wir starten etwas später als sonst und steigen schnell in die Höhe. Zwischen den Wolken stechen wir in den blauen Himmel über der Surselva, ein überwältigendes Panorama wartet dort oben auf uns. Da im Lugnez die Bewölkung vermutlich noch aufliegt, steigen wir über Schluein wieder ab und fahren dann an der Talflanke einige hundert Meter über Grund noch etwa eine halbe Stunde Richtung Westen. Unterhalb Ruschein setzen wir mit gut 10 km/h auf einer Wiese zur Landung an und surfen danach noch einige Meter auf den Kunststoffkufen des Korbs über ein kleines Strässchen, bevor wir endgültig zum Stillstand kommen.